Pressestimmen
Stefan Werni Thorsten Töpp Whale (Tonkunstmanufaktur TM 39, 2025)
"Die Musiker tragen mit präzisem Gespür für Nuancen und elektronische Erweiterungen immer neue Farbschichten auf ihre instrumentalen Leinwände auf. Und ja: Das Ganze hebt richtig ab und transportiert den Hörer in Traumlandschaften jenseits konventioneller Form- oder Genreschubladen – getragen von einem intuitiven Gespür für die Wirkung von Schwingungen und Texturen, für Materialität und Transzendenz (...)
Töpps E-Gitarre entfaltet ihr expressives Potenzial in spektakulärer Bandbreite: Von ätherisch schwebenden, gleichsam von unsichtbaren Kräften getragenen Klangflächen über kristalline Flageolett-Passagen bis hin zu markanten Geräuschattacken von wütender Intensität. Klangliche Verdichtungen kulminieren im gepflegten Wall of Sound, um im nächsten Moment in sich zusammenzufallen wie kollabierte Sternenmaterie. In ähnlicher Konsequenz transzendiert Stefan Wernis E-Bass seine traditionelle Rolle – seine ruhelosen, energetischen und treibenden Ostinati gehen nahtlos in hypnotische Drone-Landschaften über."
(Stefan Pieper https://nrwjazz.net/rezensionen/stefan-werni-und-thorsten-toepp-whale)
"Im Verlauf erleben wir klangliche Wildwasser und Kaskaden, die stetig hinabstürzen. Wie auch das erste Stücke ist das zweite eine vielschichtige Klangcollage. Dabei gleicht sie den Bildpunkten, die die Luministen einsetzten, um Lichteffekte festzuhalten. Klangtrab und Klang-Getrappel werden erzeugt, ein stetes Auf und Ab. Und gegen Ende hat man den Eindruck Klarinetten- oder Oboenklang ausmachen zu können, neben einem distinkten Röhren und hohen tonalen Ausschlägen."
(Ferdinand Dupuis Panther https://www.jazzhalo.be/reviews/cdlpk7-reviews/s/stefan-wernithorsten-toepp-whale/)
Thorsten Töpp Lichttürme (08.02.2025, JOE-Festival Essen)
"Was ist überhaupt Klang? Diese Frage stellte Thorsten Töpp in seiner Solo-Performance nicht nur theoretisch, sondern beantwortete sie in 45 Minuten praktischer Forschung am lebenden Objekt seiner Gitarre. Ohne jegliche elektronische Hilfsmittel, allein durch die körperlose Berührung der Saiten, entlockte er seinem Instrument ein schillerndes Spektrum von Möglichkeiten. Eine elektrische Gitarre ist ohnehin schon eine Wunderwelt für sich. Der schier endlose Nachhall macht hier vieles möglich. Irgendwo in dieser extrem weiten Zwischenwelt entfaltete Thorsten Töpps "befreite" elektrische Gitarre ihre ganze lyrische Magie. Je körperloser und sanfter die Hände die Saiten nur berühren, umso mehr Freiheit im Klang entsteht."
(Stefan Pieper https://nrwjazz.net/reviews/laboratorium-des-moeglichen-das-joe-festival-2025)
Christofer Varner Thorsten Töpp Two Shouts - No Response (Tonkunstmanufaktur TM 28)
"Gitarist Thorsten Töpp en trombonist Christofer Varner zijn volleerde improvisators die houden van exorbitante implementeringen (...) Gitaarklanken uit de onderwereld die snel gecounterd worden door opborrelende trombonegeluiden uit een al even geheimzinnige schimmenwereld (...) De veelvuldig ingebouwde stiltes zorgen voor uitvergrootte bezinningsmomenten maar van een echte geruststelling is nooit sprake. Het duo drijft het experiment tot het uiterste, een uitspraak van George Lewis waardig: “Do the shout – fuck the response”."
(Georges Tonla Briquet https://www.jazzhalo.be/reviews/cdlpk7-reviews/t/toepp-varner-two-shouts/)
"Wenn Thorsten Töpp (Gitarre) und Christofer Varner (Posaune) die Bühne betreten, kann es heftig zur Sache gehen. Frei improvisierte Musik in einer Bandbreite, die mitreißt und nicht selten vor Spannung auf die Stuhlkante rutschen lässt. Feinste Töne aus perfekt beherrschten Instrumenten in schöner Harmonie wechseln mit brachialen akustischen Stürmen und Klanggewittern. Ja, freie Improvisation kann auch Spaß machen."
(Elmar Petzold https://www.jazz-fun.de/thorsten-toepp-und-christofer-varner-two-shouts.html)
"Hörbares Fazit auf dieser CD: Wenn zwei erfahrene Charaktere mit manchmal durchaus extremen künstlerischen Mitteln ins Gespräch kommen, gibt es viel zu sagen. Oder andersherum: Die ausdifferenzierten Gesten dieser frei improvisierten Musik bestätigen diese als künstlerische Gattung, in der vor allem jene überzeugen können, die vorher schon andere musikalische Daseinssstufen durchlaufen haben."
(Stefan Pieper https://nrwjazz.net/rezensionen/thorsten-toepp-und-christofer-varner-two-shouts-no-response)